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Der Förderverein

Der Charakter eines Museums wird von der Art seiner Sammlungsgegenstände bestimmt. Die wichtigste Aufgabe ist die Sichtbarmachung der Geschichte von Oppau und Edigheim von den ersten Siedlungsspuren in grauer Vorzeit bis zur Eingemeindung nach Ludwigshafen am 1.April 1938. Schwerpunkte sind dabei die Sammlungen zur Vor- und Frühgeschichte sowie bäuerliches und dörfliches Brauchtum.

Verspätete Anerkennung

Es war nur eine verspätete Anerkennung der Verdienste Karl Otto Brauns, daß dieses Museum von diesem Zeitpunkt an seinen Namen führt. Die Zeit des Provisoriums wurde endgültig am 14.April 1965 durch den Einzug in die großzügig hergerichteten Räume im Oppauer Rathaus beendet.

Wiedereinrichtung nach dem Krieg

Als Ansatzpunkt für die Wiedererrichtung des Museums nach dem Kriege erwies sich eine Bestimmung des Eingemeindungsvertrages von 1938, die den Ludwigshafener Stadtteilen ausdrücklich ein eigenes Heimatmuseum zugestanden hatte. Den vereinten Bemühungen Oppauer und Edigheimer Heimatfreunde und den Mitarbeitern des Stadtmuseums gelang 1953 die behelfsmäßige Einrichtung von zwei (später drei) Räumen in der Pestalozzi-Schule für das Heimatmuseum.

Die Geburtsstunde des Museums

Die eigentliche “Geburtsstunde” des Museums schlug am 30.August 1930 mit der Einrichtung von acht Ausstellungsräumen in der damaligen Gaststätte “Zum Karpfen” in der Kirchenstraße 13. Diese verheißungsvolle Entwicklung brach leider im “Dritten Reich” nur zu bald ab; die Sammlungen wurden einer antiwissenschaftlichen Thematik untergeordnet. Im Jahre 1943, mitten im zweiten Weltkrieg, wurden dann die Bestände in die Kasematten von Germersheim/Pfalz ausgelagert.

Das private Museum

Der Heimatforscher Braun handelte in all den Jahren ohne staatlichen oder städtischen Auftrag. Er schrieb sein Werk allein aus der Liebe zur Heimat und der ihm anvertrauten Jugend. Er unterhielt jahrelang ein gewissermaßen privates Museum im Keller der Oppauer Mozart-Schule, das aber jederzeit für interessierte Besucher seine Türen öffnete.

Das Karl-Otto Braun Buch

Sehr zustatten kam ihm bei diesen Arbeiten eine eingehende Kenntnis der Vergangenheit der Heimatorte, erschien doch 1953 seine umfassende und heute noch grundlegende “Geschichte der beiden Rheindörfer Oppau und Edigheim”. Das bekannte Karl-Otto Braun Buch.

Karl-Otto Braun

Der Lehrer und Heimatforscher Braun begann Anfang der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts systematisch Funde aus der Vor- und Frühgeschichte zu sammeln. Schon bald erweiterte er sein Bemühen auch auf Relikte der Kulturgeschichte wie bäuerliche Arbeits- und Küchengeräte, alte Trachten und Schmuckgegenstände. Letztendlich bezog er in seinem Sammeleifer auch schriftliche und bildliche Quellen wie Urkunden, Aktenstücke, Landkarten und Fotos mit ein.

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