Ausstellungstermine
80 Jahre Oppauer Heimatmuseum
Liebe Heimatfreunde, in diesen Tagen erinnern wir uns an die eigentliche „Geburtsstunde“ unseres Heimatmuseums, obwohl kein Jubiläum im klassischen Sinne, sollte man doch daran erinnern:
Es war der 30. August 1930, als in den Räumen der ehemaligen Gastwirtschaft „Zum Karpfen“, in der Kirchenstraße 13, das Oppauer Heimatmuseum und die Volksbücherei eröffnet wurde.
Aus diesem für das kulturelle Leben bedeutenden Anlass fand eine besondere Feier statt, zu der der damalige Bürgermeister Dr. Rudolf Zorn eingeladen hatte. In seiner Rede dankte er dem bewährten Heimatforscher, Herrn Oberlehrer Karl Otto Braun, der in mühevoller und selbstloser Kleinarbeit die Voraussetzungen dafür geschaffen hatte. Braun hatte schon in den Jahren zuvor alle prähistorischen Funde aus den Kiesgruben unserer Gegend gesammelt und im Kellergeschosss der Mozartschule gelagert, und so fanden diese Exponate, neben den von Oppauer Bürgern überbrachten zahlreichen Gegenständen in den neuen Räumen ihren geeigneten Platz. Damit war die Grundlage zu einem Heimatmuseum gelegt, dessen Aufgabe es ist, den geschichtlichen Werdegang unserer Heimat von den Anfängen bis heute aufzuzeigen. Ein lang ersehnter Wunsch der Oppauer und Edigheimer Bürger, ein eigenes Museum und eine Stadtbücherei zu haben, ging somit in Erfüllung. Dr. Rudolf Zorn übergab die Führung des neu geschaffenen Museums an Herrn Oberlehrer Karl Otto Braun und der fand über Jahrzehnte hinweg Unterstützung von unserem unvergessenen Heimatfreund Georg Süß.
Im Jahre 1943 wurde das gesamte Ausstellungsgut in die Kasematten der Festung Germersheim untergebracht, dabei wie auch später bei dem Rücktransport, traten schwerwiegende Verluste ein, besonders betroffen war die reichhaltige Sammlung Frankenthaler Porzellans.
Weiter heißt es in unserem Heimatbuch: „Als Ansatzpunkt für die Wiedereinrichtung des Museums nach Kriegsende 1945 erwies sich eine Bestimmung des Eingemeindungsvertrages von 1938, die den Ludwigshafener Stadtteilen ausdrücklich ein eigenes Heimatmuseum zugestanden hatte. Dank der vereinten Bemühungen Oppauer und Edigheimer Heimatfreunde und der Mitarbeiter des Stadtmuseums gelang 1953 die behelfsmäßige Einrichtung von zwei (später drei) Räumen in der Pestalozzi-Schule für das Heimatmuseum. Es war eine verspätete Anerkennung der Verdienste Karl Otto Brauns, dass das Museum von diesem Zeitpunkt an seinen Namen führt. Die Zeit des Provisoriums wurde endgültig am 14. April 1965 (vor nunmehr 45 Jahren) durch den Einzug in die großzügig hergerichteten Räume im Oppauer Rathaus beendet. Neben heimatgeschichtlichen und lokalen Ausstellungen waren vor allem die seit 1956 über viele Jahre veranstalteten „Griffelkunst“-Ausstellungen bemerkenswert, die Grafiken bedeutender zeitgenössischer deutscher Künstler zeigten und manchem auch den Erwerb heute teuren Werke ermöglichten.“
Erwähnenswert auch das damalige Interesse der Bürger an unserem Heimatmuseum: So wurden vom 14. April 1965 bis 29. Juni 1980 über 67 000 Besucher gezählt, 120 Schulklassen besichtigten das Museum und über 70 Ausstellungen veranstaltet. Eine stolze Bilanz in diesen ersten 15 Jahren, die wir heute leider nicht mehr erreichen.
Unser Heimatbuch mit dem Titel „Die Geschichte der Ludwigshafener Stadtteile Oppau-Edigheim-Pfingstweide“ eignet sich bestens für ein Geschenk. Machen Sie Ihren Verwandten , Bekannten und Freunden eine Freude damit. Für 20 Euro erhältlich im Museum.
Liebe Heimatfreunde, soviel für heute, wir wünschen Ihnen eine ruhige und erholsame Urlaubszeit und würden uns über Ihren Museumsbesuch freuen!
Mit freundlichen Grüßen Die Vorstandschaft
Heinz Mohr, 1. Vorstand
