Autoren-Lesung im K-O-B-Museum

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Halbjahresabschluss im Karl-Otto-Braun Museum im Oppauer Rathaus. Drei einheimische Buchautoren aus Edigheim, Oppau und Friesenheim lasen am Sonntag, 28.6.2009 um 15 Uhr im Museum aus ihren Büchern in pfälzischer Mundart.

Heinz Mohr, 1. Vorsitzender des Fördervereins für das K-O-Braun-Museum hatte den einfacheren Part mit seiner Begrüßung. Eine Vorstellung der "drei Pälzer" erübrigte sich. Alle sind sie in Oppau bestens bekannt. Spätestens seit 2008, da absolvierte das Trio eine Lesung aus seinen ersten Büchern.

Überraschung war der Besuch, trotz Wochenende mit mehreren Festen im Ortsbezirk und hohen Temperaturen war der "Georg-Süss-Raum" im Museum gut gefüllt.

Iris Bisson las Geschichten aus "Kumm isch heit net, kumm isch morje" und aus der Neuerscheinung "Die nimmt der keen Dokder mä ab". Sie spitzt überall ihre Ohren, sammelt Geschichten und Anekdoten direkt ab Volksmund.

Wie zum Beispiel die Sache mit dem

Pälzer Zeitgfiehl

Her Karl, wieviel Uhr hosch'tn Du genau?

A bei mer isses zwanzisch vor Siwwene. Un bei Der?

A isch hab zeh noch halwer Siewwene.

Do mischt sich de Kurt oi: Ehr hänn alle Zwä net recht, ich hab verzisch noch Sechse!

A Gewiddel, wie viel Uhr isses dann jetzt werklich?

Edit Brünnler brachte Geschichten aus ihren Büchern "Kraniche im Gegenlicht" und "Welten im Fluss" vor

<Textbeispiel wird nachgeliefert - Copyright mit dem Verlag>

Günter Speet, Verfasser der "Machtgeschichten" in der ehemaligen "Friesenheimer Nase", gab aus seinem Gedichtbändchen "Die Lacher von Lachen" Gereimtes zum Besten. Die vergnüglichen Verse über echte und erfundene Orte in Deutschland erinnerten in ihrem Stil an Ringelnatz.

Da berichtete er zum Beispiel die folgende Geschichte von einem Oggersheimer:

Kürzlich trat ein Oggersheimer

in einen grossen Wassereimer,

der gefüllt bis hin zum Rand

abends am Hans-Warsch-Platz stand.

Da hatt' der Oggersheimer Schwein,

könnt' auch was andres drinnen sein,

wie neulich abends an der Neisse,

da stand ein Eimer voller - Fett.

 

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