Karl-Otto-Braun Museum Header

Das stadteigene Karl-Otto-Braun-Museum - vom "Förderverein" betreut und verwaltet - bietet einen Einblick in die schicksalhafte und wechselvolle Geschichte unseres Ortes. 

Die Bandbreite der Exponate reicht von Funden aus der Steinzeit und der Frühgeschichte, von Ausgrabungen der Römer bis zum Mittelalter.

aus verschiedenen Kontinenten und in allen Größen

Besuchen Sie uns im Oppauer Rathaus in der Edigheimerstrasse 26

Öffnungszeiten: Sonntags von 10-13 Uhr und von 14-17 Uhr

Philipp Wüst

Bild aus dem Startseitenbereich

Er wurde am 3. Mai 1894 in Oppau geboren und ist am 12. Oktober 1975 in Saarbrücken gestorben. Er wurde als ältester Sohn von acht Kindern des Bäckermeisters Georg Wüst in der "Groß Gass" geboren. Die Musik hatte ihn schon von Kindesbeinen an in seinen Bann gezogen.

Bei Karl August Broßard, seinem Lehrer, lernte er früh schon Geige, Klavier und Orgel spielen. Die katholische Kirchengemainde St. Martin versetzte er als Neunjähriger schon in Erstaunen durch sein Orgelspiel.

Eigentlich sollte Philipp Lehrer werden, das Speyerer Lehrerseminar absolvierte er mit Auszeichnung und dem Zusatzvermerk: "Er sollte sein Hauptaugenmerk nicht der Musik, sondern der Pädagogik zuwenden".

Er unterrichtete bis zum Ersten Weltkrieg in Landau, danach bis 1921 in Friesenheim. In Mannheim erlernte er Kompositionsuntericht und Dirigententechnik. Als ihm der GMD des Mannheimer Nationaltheaters, Felix Lederer, eine Tätigkeit als Chorrepetitor anbot, gab er seine Lehrertätigkeit auf und wechselte mit seinem Förderer Lederer als Kapellmeister an das Staatstheater Saarbrücken. Vielseitig waren auch die weiteren Betätigungen in seiner Karriere: Opernkapellmeister in Stettin, Musikdirektor in Bremerhaven, Oldenburg, Breslau und Stuttgart. Als ihn 1933 das Mannheimer Nationaltheater zum Generalmusikdirektor berief, ging für ihn ein Jugendtraum in Erfüllung.

Eine besondere Begegnung hatten die Oppauer mit ihrem "Philipp" bei einem Konzert, das der damalige Volksbildungsverein Oppau veranstaltete. Philipp Wüst dirigierte das Pfalzorchester und ein weiterer Oppauer Künstler wirkte dabei mit, der Opernsänger und Spielleiter der Bielefelder Oper, Leonhard Frech (Künstlername Leo Falk), der jüngere Bruder des Oppauer Malers Johannes Frech. Die Oppauer bereiteten "Ihren" Künstlern eine stürmische Feier!

Nach 1945 war er GMD am Saarländischen Staatstheater, 1965 wurde er Professor an der Musikhochschule in Saarbrücken. Er schrieb Orchester- und Kammermusik.

Dem Männergesangverein Liederkranz Oppau widmete er 1929 die Eigenkomposition "In Innsbruck bliesen die Jäger", nach einem Gedicht von Karl Busse. Die Partitur dieses Stückes  mit Widmung ist im Oppauer K-O-Braun-Museum ausgestellt.

Zu seiner Erinnerung wurde die ehemalige Pestalozzi-Schule in der Großen Gasse 8 nach ihrem Umbau in 'Philipp Wüst Seniorenwohnheim' umbenannt.