Ausstellungstermine
Georg Ludwig Krebs
Er wurde am 7. November 1826 in Alsheim-Cronau geboren und ist am 15. August 1898 gestorben. Karl Otto Braun lobt seinen Lehrerkollegen aus der damaligen Zeit in seinem Buch "Geschichte von Oppau und Edigheim" in den höchsten Tönen. Auszug:
Er war seit 9. Oktober 1849 in Oppau auf der Stelle des geflohenen Gehilfen und Freischarenführers Philipp Stempel. Aber die Pfälzische Regierung gewährte dem auch "anrüchigen Krebs" wegen "geäußerten revolutionären Ideen" erst 1860, nach elf Jahren, die definitive Anstellung als Lehrer in Oppau. Er amtierte dann hier, hochangesehen in der Gemeinde, bis zu seinem 70. Lebensjahr und starb hier im Ruhestand am 15.8.1898.
Krebs verkehrte gerne mit dem Volke, dessen Wohl ihm sehr am Herzen lag. So gab er sich als Gemeindeschreiber alle Mühe, bis 80 Tagewerk Gemeindeland unter die Bürger verteilt wurden. In den 50er Jahren (des 19. Jahrhunderts) förderte er die Gründung eines Krankenunterstützungsvereins, der bis zum Jahre 1890 so manche Sorge aus der Gemeinde fernhielt.
Es wurde selten ein Vereins- oder Familienfest im Dorfe gefeiert, das Krebs nicht durch einige launige Verse stimmungvoll gestaltete. Nach der Hochwasserkatastrophe von 1882/83 betätigte er sich selbstlos als Organisator des Hilfswerkes.
1932 ehrte die dankbare Gemeinde den schon lägst Verstorbenen, aber noch im besten Andenken stehenden Schulmann und Volksfreund bei der Taufe der "Georg-Ludwig-Krebs-Straße".
Krebs war auch ein eifriger Förderer des Lehrervereinslebens. Bei allen Kreisversammlungen hat er vor Beginn der Verhandlungen seinen Kollegen begeisternde Worte in poetischer Form zugerufen. Fast ein Viertel Jahrhundert leitete er mit Eifer und Umsicht den großen Bezirkslehrerverein Frankenthal-Ludwigshafen und wurde nach der Teilung dieses Vereins zum Ehrenvorsitzenden des Vereins Frankenthal ernannt.
Als Schriftsteller und Dichter war der "Alte vom Rhein" pfalzbekannt, durch verschiedene Broschüren (zum Beispiel "Der Dammbruch bei Oppau 1882/83), durch seine Erzählungen Pfälzer Mundart "Hannes und Michel" (Beilage zum Frankenthaler Tagblatt), durch seine Mitarbeit an der poetischen "Blumenlese aus der Pfalz" und durch seine zahlreichen Gelegenheitsgedichte.
Sein Grab ist längst schon verfallen, der Grabstein wird noch im Hof der protestantischen Kirche aufbewahrt.
