Emil Fick

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Er wurde am 21. März 1945 in Oppau ermordet. In den frühen Morgenstunden des 21. März kam die Kunde von der Einnahme Frankenthals durch die Panzer der Amerikaner. Die Führer des Volkssturmes, mit ihnen einige "Unentwegte", die immer noch an den Sieg ihres Führers glaubten, Gestapo, SS, Politische Leiter und wie sie sich alle nannten, waren verschwunden, meinten sich über den großen Strom zu retten.

Männer aller Volksschichten und Richtungen gingen spontan ans Werk und beseitigten die Panzersperren. Die Stimmung um das Kommende wuchs. Beherzte Männer hissten auf dem Bunker in der Maxstraße die weisse Fahne. Die erste Meldung: "Die Panzer kommen von Studernheim über die sogenannte 'Boxbrücke' den Harschweg herein!". 

Das war das Fanal für die Menschen: Die aus den Bunkern stürmten ans Licht, ans Licht, das Befreiung verhieß, das die Befreiung war!Und da war auch schon der erste Panzerspähwagen da, auf dem ein "Zinkigbewohner" saß und hielt direkt vor dem Hause eines alten Antifaschisten, der leider diesen Tag nicht mehr bei geistigem Bewustsein erleben konnte. 

Die ausländischen Arbeiter waren den in Oppau einrückenden Panzern entgegengeeilt. Als sie des ersten ansichtig wurden, brachen sie in Tränen der Freude aus und fielen sich in die Arme. Die Menge umringte den Panzerspähwagen! Da fielen plötzlich zwei Schüsse! Sollten Wahnwitzige in allerletzter Minute unser Städtchen noch in Gefahr bringen? 

Der Schütze im Panzerspähwagen entsicherte sein Gewehr zum Angriff, doch weder er noch die ihn umrigende Menge wussten, woher die Schüsse kamen! Es ist bis heute ein Rätsel geblieben! Als es nun still blieb, atmete alles erleichtert auf!

Wie sich sofort herausstellte, hatten die Schüsse den Männern auf dem Bunker in der Maxstraße gegolten! Im Angesicht der Befreiung musste Emil Fick, ein Nazigegner und Treugebliebener, sein Leben aushauchen!