Eine herausragende Ludwigshafener Persönlichkeit

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Am 22.März 2009 eröffnete Heinz Mohr, 1. Vorsitzender des Fördervereins für das Karl-Otto-Braun-Museum die Ausstellung "... mit Georg Heieck unterwegs".

Er begrüßte ein große Zahl Gäste aus Ludwigshafen und Mannheim. Helga Heieck, Schwiegertochter des Malers, wünschte er guten Erfolg für ihre Ausstellung.

Peter Ruf, vom Stadtmuseum Ludwigshafen hielt die Laudatio: Er war Ludwigshafener Maler und Künstler und eine Persönlichkeit in der Ludwigshafener Kunstszene. Er gehörte zur Generation der bekannten Künstler die alle um 1900 herum geboren wurden. So nennen ihn Kenner in einem Atemzug mit Ditscher, Weber, Dillinger, Vorholtz, Eicher usw.Und trotz allem ist er nur Kunstliebhabern und Kunstkennern bekannt. Das zeigt dann auch sein unauffälliges Wesen. Er wollte niemals im Vordergrund stehen.Dennoch nahm er eine zentrale Rolle im Kunstleben der Stadt ein. Er begleitete die Kriegszeiten und die spätere Aufbauzeit künstlerisch und schuf so ein unschätzbares Dokumentarium über das Ludwigshafen dieser Zeit.

Den Älteren unter uns ist er als Mitgestalter zusammen mit Käthe Burkhardt und Ernst Graser der Märchenwiese am Ludwigsplatz bekannt. Die Märchenwiese, die immer zu Weihnachten aufgestellt wurde und mit beeindruckenden Märchenfiguren Jung und Alt begeisterte. 1952 war er Mitbegründer des Anker. Und später der Vorsitzende und damit der Sprecher der Künstler in Ludwigshafen. Er hat in seinen Bildern den konstruktivistischen Habitus der Stadt Ludwigshafen mit ihren klar abgegrenzten Formen abgebildet.

Allerdings war er in seinem Stil nie festgelegt. Er mischte verschiedenste Stilformen und Maltechniken und kreierte damit eine riesige Sammlung, die durch enorme Bandbreite besticht. Seine unzähligen Reisen führten ihn in viele Länder auf fast alle Kontinente. Aus diesem Grund beschreibt man sein Werk auch als "Unterwegs mit Georg Heieck" am Treffensten.

Herausragend für die Kunstexperten war seine Art mit dem Motiv umzugehen. Er hat seine Kunstauffassung nicht dem Motiv übergestülpt, sondern sich mit einer grossen Sensibilität diesem Objekt selbst angepasst. Er hat seine Kreativität am Objekt selbst ausgerichtet. Er setzte sich mit den modernen Auffassungen der Malerei stilistisch auseinander. Ob Kubismus, Expressionismus oder die traditionelle Malerei. Jeder Stil wurde von ihm angewandt und in ausdrucksstarken Bildern der Nachwelt hinterlassen.

Damit zeigte er wie flexibel er war, die gegensätzliche Techniken einzusetzen. "Das kann fast niemand", so Peter Ruf in seiner Rede zur Ausstellungseröffnung. Für seine Bilder aus dem Mittelmeerraum verwendete er die Terrakottafarben und brachte damit eine luftige und duftige Athmosphäre hinein. Andere Bilder passte er wiederum der Stimmung des jeweiligen Landes an. Er spielte gerne mit Licht und Schatten.

Georg Heieck war vielseitig, kreativ und nicht festlegbar. Seine Schwiegertochter, die den Nachlass ihres Schwiegervaters verwaltet, beschreibt ihn als sehr lieben Menschen mit einem ruhigen und ausgeglichenen Wesen.

Georg Heieck starb 1977. Damit verlor die Stadt Ludwigshafen einen stillen aber grossen Künstler.