aus verschiedenen Kontinenten und in allen Größen
Das stadteigene Karl-Otto-Braun-Museum - vom "Förderverein" betreut und verwaltet - bietet einen Einblick in die schicksalhafte und wechselvolle Geschichte unseres Ortes.
Besuchen Sie uns im Oppauer Rathaus in der Edigheimerstrasse 26
Öffnungszeiten: Sonntags von 10-13 Uhr und von 14-17 Uhr
Die Vernissage der Ausstellung "Mensch zwischen Natur und Technik" des in Römerberg-Heiligenstein wohnhaften Malers Sigbert Merx fand am Sonntag den 8. Mai 2011 im Oppauer Karl-Braun-Heimatmuseum statt. Rolf Schröder, Vorstandsmitglied des "Förderverein für das Karl-Otto-Braun-Museum Oppau" begrüßte in Vertretung des erkrankten 1. Vorstandes Heinz Mohr den Künstler und die Besucher.
Kathrin Leopolder in ihrer Laudatio:
"Der Grafiker und Maler Sigbert Merx stellt im Braun-Museum im Oppauer Rathaus Bilder und Zeichnungen der letzten 10 Jahre aus. Das Thema " Mensch zwischen Natur und Technik" interessiert ihn seit seiner Kindheit in Oppau. Auf der einen Seite die Industrieanlagen der BASF, auf der anderen die Altrheinlandschaft -beide haben ihre Spuren in seinen Zeichnungen hinterlassen. Seine surreal anmutenden Kompositionen sind aus winzigsten grafischen Strukturen (vor allem mit der Feder gezeichnet) aufgebaut und erinnern an Landschaften und Fabriken gleichzeitig. Sowohl wild wuchernde Natur als auch technische Versuchsanlagen mit rauchenden Schloten weisen auf das fragiles Gleichgewicht einer Region hin, die von der Chemie lebt, und von Menschen bewohnt wird. In Häuseransiedlungen -die er bewohnt- und in den Maschinen, die er selbst konstruiert hat -die sein Arbeitsfeld bilden- ist der Mensch in diesen Bildern allgegenwärtig."
Der 1941 in Erfurt geborenen Künstler besuchte die Schule in Erfurt, Elm und Ludwigshafen. Nach einer Lehre als techn. Kaufmann und techn. Zeichner absolvierte er die Werkkunstschule in Augsburg bei Prof. Heinz Butz, studierte Bildhauerei bei Prof. Schorer und Prof Wimmer an der Akademie der bildenden Künste in Nürnberg. Ab 1964 arbeitete er als Werklehrer und Jugendleiter in einem Mannheimer Jugendhaus, gründete verschiedene Jugendlokale und Clubs und war ab 1974 als freischaffender Zeichner, Maler, Bildhauer und Restaurator in Karlsruhe, Stuttgart, Mannheim und Ludwigshafen/Rhein tätig.
Seine Beteiligung an Ausstellungen erstreckt sich vom Ludwigshafener Reichert-Haus über die Pfalzgalerie Kaiserslautern, an verschiedene Goethe-Institute in mehreren asiatischen Städten, beim Künstlerbund Rhein-Neckar, Alte Feuerwache Mannheim. Preise erhielt er von der Sparkasse Karlsruhe und dem Berufsverband Bildender Künstler Mannheim-Heidelberg. Einzelausstellungen hatte er unter anderem in Mannheim, Bad Dürkheim, Ludwigshafen/Rhein, Viernheim und Neustadt/Weinstrasse. Von 1984 bis 2004 war er ständig präsent in der Galerie Wilhelm, Ludwigshafen/Rhein.
Die Ausstellung wird vom 08. Mai bis 19. Juni 2011 gezeigt. Das Museum ist sonntags von 10 – 13 Uhr und von 14 – 17 Uhr geöffnet.